E-Meeting 2005

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E-Meeting Aspach

Zuschauerrekord beim
15.Elektroflugmeeting des MFG-Aspach!

Aspach 2005

Als ob der MFG-Aspach das schöne Wetter gepachtet hatte,
kam pünktlich zum Wochenende die Sonne heraus, am Samstag
noch durch ein paar kleine Wolken verdeckt und einem kurzen
Regenguss am Nachmittag, am Sonntag aber schien sie
von morgens bis abends nonstop.An beiden Tagen strömten
bereits am Vormittag die Zuschauer in Massen zum Flugplatz
um sich die grandiosen Flugvorführungen nicht entgehen zu lassen.
Und es lohnte sich: das Elektroflugmeeting in Aspach
ist das Mekka der Elektrofliegerei. Hier trifft sich jedes Jahr
alles was auf dem Elektrosektor etwas zu sagen hat.
Piloten die ausgefallene Modelle mit Elektroantrieb vorführen
und -fliegen, und die zahlreichen Händler und Insider die ihre
Produkte und Neuentwicklungen zur Schau stellen. Dieses Jahr waren
185 Piloten mit 270 Flugmodellen erschienen. Dazu etwa 40 Händler
mit einem großen Angebot. Die weiteste Anreise hatte ein Pilot aus
Schweden, der die lange Reise auf sich nahm um seine Modelle
hier vorzuführen. Daneben waren auch Piloten aus Holland, England,
Schweiz, Dänemark, Belgien, Tschechien, Frankreich Österreich und
auch Italien anwesend. Schon allein daran ist sichtbar, welche Rolle
diese Veranstaltung in Europa spielt. Das schöne Wetter lockte an
beiden Tagen je rund 3500 Zuschauer zum Flugplatz, was einen neuen
Rekord darstellt. Und wer glaubt, dass nur kleine Modelle elektrisch
angetrieben werden und ein Schattendasein neben den Verbrennungs-
antrieben führen bisher einiges versäumt.

Da war zum Beispiel Franz Schmid, der jedes Jahr etwas Außer-
gewöhnliches mitbringt. Am Samstag gab er noch vor Zuschauer zu sein.
Was er dann aber am Sonntagmorgen auspackte verschlug so manchem
den Atem: eine Horten, ein Nurflügler, mit 10,25 Meter Spannweite und
über 20 Kilo Gewicht. Angetrieben von einem Bürstenlosen Motor von
Torcman und 60 Zellen zu je 3000 mAh. Bodenstartfähig versteht sich,
denn wer soll so ein Flugzeug in die Luft ziehen? Und sie flog als wäre
es das leichteste der Welt. Mit einem wunderschönen Flugbild zog sie
ihre Kreise. Nur bei der Landung spielte ihr der Wind einen Streich und
sie setzte etwas zu hart auf. Dabei brach das vordere Fahrwerk.

Etwas ganz anderes war die „Go-One“ von Guntmar Rüb, einem Vize-
weltmeister in der F5B-Klasse. Sein Hotliner – sprich sehr schneller
Segler mit 188 cm Spannweite - hat einen extrem leistungsfähigen An-
trieb bei dem Ströme von bis zu 200 Ampere (!) fließen, mit dem der
Flieger Geschwindigkeiten von rund 300 km/h erreichen kann. Dabei ist
er so stabil, dass in engen Kurven Fliehkräfte bis zu 25 g entstehen
(und die fliegt er!) die aber weder dem Rumpf noch den Tragflächen etwas
ausmachen. Einen Looping kann er z.B. mit 4 90-Grad-Ecken fliegen, so
schnell sind Richtungsänderungen möglich. Ulf Ebert aus Waldsolms hatte
einen Hubschrauber dabei der bei einer Länge von knapp 2 Meter und
einem Rotordurchmesser von 160 cm immerhin 10,2 Kilo wog. Und die
wollen in der Luft gehalten werden. Was er aber mit Bravour machte
und ohne vom Antrieb her zu schwächeln. Eine große Rolle spielen dabei
natürlich so genannte LiPo`s, Akkus die die 3-fache Energiedichte haben
wie „normale“ Zellen. Bei den zahlreichen Händlern konnten Interessierte
auch gleich ihren Bedarf decken, ein neues Modell, neuer Motor, die
passende Fernsteuerung, die entsprechende Elektronik
- alles war zu kaufen. Nicht zu vergessen die Jets, angetrieben von
einem Impeller bieten sie ein Flugbild das von echten Jets fast nicht
abweicht: das heißere Fauchen des Antriebs, Geschwindigkeiten bis
über 200 km/h, was im Verhältnis zur Größe am Himmel fast „echt“ wirkt.

An beiden Tagen erlebte das Publikum jeweils eine Stunde die „Aspach-Classics-Show“. Eingeladen waren Piloten mit ihren Modellen aus vergangenen Tagen, als die Elektrofliegerei gerade aufkam. Die Modelle waren alle unverändert, gleiche Motorisierung, gleiche Akkutypen. Hier konnten die Zuschauer die wunderschönen Modelle bestaunen und gleichzeitig erkennen welche Fortschritte in der Antriebstechnik, beim Leichtbau und in der Stromversorgung in den letzten Jahren realisiert wurden. Bei der Bewirtung wurde anscheinend auf das richtige Angebot gesetzt: an beiden Tagen war es zum Schluss der Veranstaltung schwierig noch ein Steak oder ein Stück Kuchen zu bekommen. Der Zuschauer darf gespannt sein, mit welchen Neuerungen die Elektrofliegerei im nächsten Jahr aufwartet. Das Elektroflugmeeting wird auf jeden Fall wieder am dritten Wochenende im September stattfinden.



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